Kann Expressberatung funktionieren?

„Übermorgen habe ich ein Vorstellungsgespräch – können Sie mich fit machen?“ Tatsächlich bekomme ich manchmal Anfragen wie diese. Jetzt könnte man sagen: Ein bisschen was geht immer, auch in weniger als 48 Stunden.

Aber oft stellt sich im Gespräch heraus, dass es gar nicht um das Interview an sich geht. Nervosität stellt sich ein, weil die Grundlagen fehlen. Beispielsweise ist das eigene Angebot noch nicht klar definiert. Oder der potenzielle Klient hat seine Stärken noch nicht solide erarbeitet.

In diesem Fall schadet eine „Expressberatung“ mehr, als dass sie nützt.

Einerseits, weil in so kurzer Zeit keine vernünftige Grundlagenarbeit zu leisten ist. Andererseits – selbst wenn es funktionieren sollte – die Zeit fehlt, sich die erarbeiteten Ergebnisse zu eigen zu machen.

Dann sitzt man im Interview und fragt sich ständig: Was sollte ich hier noch mal sagen?! Die Antworten wirken dann leicht auswendig gelernt.

Freitags werden die Faulen fleißig ist deshalb auch bei der Interviewvorbereitung meist zu kurz gesprungen.

Mit einer soliden Basis hingegen kommen Gelassenheit und Zuversicht meist von allein, auch wenn das Interview näher rückt.

Wie bereiten Sie sich auf Interviews vor?

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